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 Betreff des Beitrags: Re: Doctor Who - allgemeine news
BeitragVerfasst: Mo 17. Jul 2017, 13:50 
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Naja, also rein sprachlich haben die Engländer da ja nun kein Problem. The Doctor ist the Doctor. ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Doctor Who - allgemeine news
BeitragVerfasst: Mo 17. Jul 2017, 17:13 
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Wow, da geht es ja sogar in diesem Forum noch mal richtig rund. Und erstaunlich, wie gut es im kleinen das widerspiegelt, was im großen (Gallifreybase) auch passiert. Ein Teil findet's gut, ein Teil sag schaunmermal, und überraschend viele sagen das war's, ich schaue nie wieder (was ich nicht allen abnehme, die Hälfte davon wird es doch schauen, nur um sich weiterhin lautstark zu beschweren).
Was erstaunt, ist der hohe Anteil an Frauen, die absolut nicht damit klarkommen.

Ich selbst bin ja eher schaunmermal, ich bin sehr gespannt auf Whittaker, auf Chibnall, auf den Neuanfang. Ich hätte am liebsten noch eine Staffel Capaldi unter Chibnall gehabt. Aber da das nicht ging, habe ich auf eine Frau gehofft. Eigentlich auf Phoebe Waller-Bridge, aber das war unrealistisch. Die männlichen Kandidaten, die im Gespräch waren, waren so unglaublich langweilig.

Zum Thema Vorbild möchte ich auch was sagen. Für mich brauche ich diese Funktion nicht, ich schaue Doctor Who, um unterhalten zu werden. Daher ist mir das Geschlecht der Hauptfigur extrem egal. Hauptsache weird und fun. Den Kritikpunkt kann ich dennoch nachvollziehen. Allerdings nicht, weil es inzwischen genug weibliche Vorbilder gibt oder whatever.
Sondern weil der Doctor ein besonderes Vorbild ist. Obwohl er ein Mann ist (war), hat er sich nie mit "männlichen" Attributen zum Vorbild gemacht. Nicht Muskeln, sondern Köpfchen. Nicht Macho, sondern Charme. Nicht cooler Sportler, sondern seltsamer Nerd. Das ist ein männliches Vorbild, dass leider nur sehr selten existiert, während diese Attribute bei weiblichen Heldinnen eher zu finden sind.

Trotzdem, ich freu mich. Wer Whittaker nur aus Broadchurch kennt, kann mal bei Adult Life Skills reinschauen. Da ist sie schon eher schräg, wenn auch auf eine eher süße Art, was auch nicht zum Doctor passen würde. Aber sie ist vielseitig. Und Chibnall wäre dieses Risiko nicht eingegangen, wenn er nicht von ihren Qualitäten überzeugt wäre. Ich bin jedenfalls jetzt wesentlich mehr an seiner Vision interessiert als vorher. seine Folgen waren eher unter dem Durchschnitt, aber dass er diese Besetzung bei der BBC durchgedrückt hat, die mit einem hübschen 30smething mit Sicherheit glücklicher gewesen wäre, lässt mich doch hoffen, das er einen Plan hat. Und zwar einen guten!

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 Betreff des Beitrags: Re: Doctor Who - allgemeine news
BeitragVerfasst: Mo 17. Jul 2017, 17:19 
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Ich persönlich hab jetzt keine Probleme damit, dass der Doktor eine Frau. Die Serie lebt halt davon, dass die Hauptfigur ein Alien ist, welcher jede Zelle in seinem Körper ändern kann um den Tod zu entgehen und ein neuer Charakter mit anderer Persönlichkeit rauskommt, da kann es dann halt auch passieren, dass sich mal die Chromosonen ändern.
Für mich ist es wichtig, dass diese Figur des Doktors durch Raum und Zeit reist und die Bewohnern der verschiedensten Planeten und Galaxien rettet, das geht mit jedem Geschlecht.

Hatte schon seit einigen Jahren weibliche Schauspieler auf meiner persönlichen Liste potenzieller Kandidaten für den Doctor gehabt (z.B. Hayley Atwell) - Jodie Whittaker war jetzt nicht drauf, was daran liegt, dass ich sie nur aus den St.Trinians-Filmen kenne und nur ein paar Folgen Broadchurch gesehen habe.
Aber ich lasse mich gerne von ihr überzeugen und wenn die Skripte und Storylines der kommenden Folgen gut sind, was ja auch ein wichtiger Faktor ist, dann bin ich zufrieden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Doctor Who - allgemeine news
BeitragVerfasst: Mo 17. Jul 2017, 18:31 
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Natürlich werd ichs anschauen, bin viel zu neugierig ums nicht zu machen. :roll: Vor allem weil Moffat weg ist, und evtl die Stories wieder mehr mein Fall sind. (Und ja, vll auch um zu sehen ob und wie seine/ihre reaktion auf den Geschlechterwechsel dargestellt wird)

Hätte imo trotzdem nicht sein müssen. Ich versteh auch das mit dem Vorbild ehrlich gesagt nicht so wirklich. Ich als Frau brauch nicht unbedingt eine Frau als Vorbild. Kann vll auch da dran liegen dass ich relativ viel unter Männern bin, und da auch wirklich nicht nur die "typischen" (was heißt das überhaupt?) Männer rumlaufen. Gibt doch zb. bei Star Trek auch genug Männer (Picard zb), die eben nicht alles durch angeblich typisches draufschlagen gelöst haben. Taugt doch wunderbar als Vorbild, ob da jetzt zufällig was zwischen den Beinen baumelt oder nicht. Genauso Dr. Who. Es hätte einfach nicht sein müssen. Wäre doch viel besser wenn sich jeder beide Geschlechter zum Vorbild nehmen können, genauso wie eine Captain Janeway, Dana Scully und was weiß ich. Anstatt einfach mal auf den Mensch (Alien) zu schaun gehts jetzt ins andere Extrem: Hui, endlich mal eine Frau!

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 Betreff des Beitrags: Re: Doctor Who - allgemeine news
BeitragVerfasst: Mo 17. Jul 2017, 18:47 
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Wir haben von Kindern und Jugendlichen geredet. ;)
Ist schließlich eine Familienserie.

Chibnall geht tatsächlich ein großes Risiko ein, wenn er alles umkrempeln will. Nicht nur, weil der Doctor jetzt eien Frau ist, sondern fast mehr noch durch sein Vorhaben, einen großen Storybogen zu machen und keine Einzelfolgen mehr, sofern er das wirklich durchzieht. Das macht mir nach längerem Nachdenken fast die größeren Sorgen.

Die Serie bestach immer durch ihre Vielseitigkeit. Man muss sich nur mal anschauen, wie unterschiedlich hier die einzelnen Folgen wahrgenommen und bewertet wurden. Letzten Endes war aber in jeder Staffel für jeden was dabei. Wenn einem mal eine Folge nicht gefallen hat, lohnte es sich, auf die nächste zu warten, denn die konnte wieder voll den eigenen Geschmack treffen und ganz anders sein.

Bei einem großen Storybogen, also einem 12-Teiler, gibt es nur komplett gefallen oder nicht gefallen. Ich schätze mal, wenn das das neue Konzept ist, muss die erste Folge überzeugen, und wem die nicht gefällt, der schaltet beim nächsten Mal nicht mehr ein, weil er weiß, dass es damit weitergeht. Das wäre eigentlich schade. Ich denke mal, er kann dann nur eine Richtung für die ganze Staffel durchziehen, und das wird ganz sicher nicht jedem gefallen.

Chibnall ist nun wirklich jemand, der bewiesen hat, dass er Leute bei der Stange und die Spannung auch über viele Folgen hinweg halten kann, für mich allerdings eher bei Broadchurch, seine Who-Folgen fand ich eher "geht so".

Vielleicht hält er ja noch Überraschungen parat. Oder der Storybogen wird in sehr unterschiedlichen Folgen-Konzepten umgesetzt oder was auch immer.


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 Betreff des Beitrags: Re: Doctor Who - allgemeine news
BeitragVerfasst: Mo 17. Jul 2017, 18:55 
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Also ich hab - außer hier - noch keine ablehnenden Kommentare gefunden .... was wohl an geschickt platzierten Filtern liegt. *

Aber immerhin weiß ich jetzt wieder, wieso ich Twitter & Co nicbt leiden kann. Wenn jeder dritte Kommentar aufhört mit "geht mal kacken", ist das echt ein Niveau, das ich nicht brauche.
Traurig finde ich an der ganzen Sache vor allem, dass einem die Ablehnung einer Doktorin ohne zweites Hinschauen sofort als Ablehnung der Schauspielerin ausgelegt und vorgeworfen wird. Als könnte man nicht abseits der persönlichen Ebene etwas gut oder schlecht finden.


Das mit dem Storybogen über die ganze Staffel sehe ich übrigens auch sehr bedenklich. Wenn es läuft wie Saxon unter RTD, immer her damit. Da fiel erst im Rückblick auf, dass das alles unter einem Bogen ljef und auf ein Ziel zusteuerte. Aber ich fürchte, einen solchen Bogen hat Chibnall nicht im Sinn.


* Nicht (nur), weil ich so viel positive Resonanz nicht glauben will, sondern v.a. auch, weil sich so viele Kommentare auf ablehnende beziehen .... die nirgends zu sehen sind.

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 Betreff des Beitrags: Re: Doctor Who - allgemeine news
BeitragVerfasst: Mo 17. Jul 2017, 19:01 
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so wie ich das verstanden habe will er tatsächlich eine komplett durchgehende story erzählen, ohne jede einzelfolge. das kann ganz schnell böse enden, besonders wenn die story nicht gut ist. außerdem macht dies leuten den einstieg schwierig die nicht jede folge suchten, er schaut aber gezielt in richtung bingewatching hierbei.

was ich noch viel bedenklicher finde ist aber seine generelle einstellung. er sagt, er will da sein ding durchziehen und verweigert sich auch nur den kleinsten ratschlag bisheriger autoren und showrunner anzuhören. broadchurch schön und gut, aber dw ist da doch ein anderes kaliber.

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 Betreff des Beitrags: Re: Doctor Who - allgemeine news
BeitragVerfasst: Mo 17. Jul 2017, 19:04 
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Ich muß ja sagen, obwohl ich Broadchurch gesehen hab, zumindest die erste Staffel, ist mir Jodie jetzt nicht im Gedächtnis geblieben. Hab dann wie gesagt nach Bildern gesucht und dachte das kann ja vll doch was werden. Aber in dem BBC Video.. Ne, mich überzeugt sie einfach nicht. Zu glatt, zu leer, zu schön, zu wenig spleenig. Klar, is nur ein kurzer Moment, und sie spricht auch nichts, aber trotzdem.

Allerdings hoffe ich auch dass es nicht nur einen großen Storybogen durch alle Folgen gibt. :roll: Fands grad immer gut dass man eben nicht jede Folge in der richtigen Reihenfolge sehen muß, sondern es noch "Monster der Woche" war. Andeutungen wie bisher, ok, wobei mir das beim 11. schon auch etwas viel wurde. Da fand ich Saxon echt noch besser.

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 Betreff des Beitrags: Re: Doctor Who - allgemeine news
BeitragVerfasst: Mo 17. Jul 2017, 19:55 
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Leute!!!
Lasst euch doch einfach mal überraschen! Es könnte ja auch die Möglichkeit bestehen, dass die Rechnung auf geht. Es liegt in der Natur der Serie, dass der/die Neue zerrissen wird. Aber jeder Schauspieler hat sich auch mit der Serie entwickelt. Vom ersten Eindruck alles abhängig zu machen, nee, das war beim besten Willen mir zu wenig, da will ich eine ganz Folge sehen und da muss ich eben warten und Tee trinken ;)
Wenn's dann nichts ist, dann ist es eben so, aber das jetzt schon meinen zu wissen… hmm das geht nicht!

Nur so zum Vergleich, das aller erste Bild von Tennant in Children in need und dann das Christmas-Spezial zum Schluss … dem Bubi hätte und hat das kaum einer zugetraut.

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UND BEIDE SIND SIE SO
VERSCHIEDEN


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 Betreff des Beitrags: Re: Doctor Who - allgemeine news
BeitragVerfasst: Mo 17. Jul 2017, 20:39 
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lucy2000 hat geschrieben:
Leute!!!
Lasst euch doch einfach mal überraschen! Es könnte ja auch die Möglichkeit bestehen, dass die Rechnung auf geht. Es liegt in der Natur der Serie, dass der/die Neue zerrissen wird. Aber jeder Schauspieler hat sich auch mit der Serie entwickelt.


Quod erat demonstrandum.

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 Betreff des Beitrags: Re: Doctor Who - allgemeine news
BeitragVerfasst: Mo 17. Jul 2017, 22:34 
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"Beverly" in St.Trinians war eine etwas spleenige Rolle, das war aber am Anfang ihrer Karriere und nichts wirklich Weltbewegendes. Kann man sicher nicht mehr mit jetzt vergleichen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Doctor Who - allgemeine news
BeitragVerfasst: Di 18. Jul 2017, 08:56 
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miriquidi hat geschrieben:
Mich stört tatsächlich eher ihr klassisch gutes Aussehen und auch etwas ihr Alter. Das bringt die Gefahr von Sexualusierung der Rolle, was mich bei Tennant sehr gestört hat.


Ich empfinde das bei Jodie gerade als Gegenteil.
Sie ist schön (ich finde sie wirklich attraktiv) aber es fehlt halt ganz genau diese "Sexbomben" Ausstrahlung um Gefahr der Sexualisierung ausstrahlen zu lassen. Sie ist meiner Meinung nach daher auch rein optisch einfach eine gute Besetzung.
Man kann hier Charakteristisch und Stilistisch echt einiges rausholen. gerade wegen ihres klassischen Aussehens.

Ich freu mich von Tag zu Tag mehr auf sie :)

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The deep and lovely dark. You’d never see the stars without it.


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 Betreff des Beitrags: Re: Doctor Who - allgemeine news
BeitragVerfasst: Di 18. Jul 2017, 19:29 
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Erst einmal vorneweg - ich finde, dass hier zwar sehr emotional aber sehr anständig diskutiert wird. Die Änderung ist extrem und verursacht bei vielen extreme Gefühle. Gemessen daran benehmt ihr euch alle sehr anständig (im Vergleich zu anderen Bereichen des Internet).

Bevor ich zwei Dinge aufgreife möchte ich eine Sache kurz vorneweg sagen:

Ich bin GEGEN einen weiblichen Doctor - bin aber, gemessen daran, dass es nun halt passiert ist, mit der Wahl sehr zufrieden.

Was ich aufgreifen möchte, sind die Glitzerbücher für die Mädchen: Ja, die gibt es - und es gibt fast NUR diese für die Mädchen! Während die Bücher für die Jungs sich um Abenteuer und konkrete Werte drehen, geht es in den Mädchenbüchern um Zickenkriege, Ponyreiten, pinkfarbene Elfen und darum, den perfekten Jungen zu angeln (vorzugsweise einen Vampir oder mindestens einen Unsterblichen). Während die Jungs in Büchern die Abenteuer einfach erleben, wird bei den Mädchen permanent darauf herumgeritten, dass sie Mädchen sind. Es ist ein Graus.
DAS ist meiner Meinung nach der Grund, warum sich die Mädchen als Captain Amerika, Thor, Sherlock und der Doctor verkleiden - weil sie ansonsten nur die Wahl hätten, Tinkerbell oder eine "hübsche Herr-der-Ringe-Elfe" zu sein.

Die Tatsache, dass in den letzten Jahren ständig bekannte männliche Figuren in Remakes mit Frauen besetzt wurden, hat einen einzigen Grund: Es gab dort vorher keine! Zumindest keine wichtigen. Wir sind inzwischen glücklicherweise da angelangt, wo Frauen nicht mehr automatisch nur die Sekretärin, die Hausfrau oder die Kellnerin spielen dürfen - aber um diesen neuen Zustand in den Remakes halbwegs klar zu machen, mussten zwangsweise ein paar der vorher männlichen Charaktere Frauen weichen. Anders herum war es nie notwendig, weil die wirklich guten Geschichten von Männern dominiert waren und sind. Aus Mrs. Hudson, aus Wonderwomen oder Miss Marple einen Mann zu machen ist daher unnötig.

Wie schon gesagt: ich finde es ok, dass der Doctor in dieser Regeneration eine Frau ist, aber wenn es nach mir gegangen wäre, wäre das nicht so gekommen, denn auch für mich ist der Doctor männlich.
Trotzdem werde ich es gucken, weil ich finde, dass die Wahl, unter den gegebenen Umständen, sehr gut ist. Und ich finde es übrigens auch sehr gut, dass sie die blonden Haare hat. Sie sah mit den braunen zu sehr wie das weiche, weibliche Rehlein aus. In blond wirkt sie etwas androgyn und unnahbar und das mag ich und das passt meiner Meinung nach zur Rolle.

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 Betreff des Beitrags: Re: Doctor Who - allgemeine news
BeitragVerfasst: Di 18. Jul 2017, 19:45 
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Aber ist es wirklich schmeichelhaft, alte männliche Rollen neu mit Frauen zu besetzen? Damit wird meistens doch nur etwas aufgewärmt, das hinterher nicht die Power des Originals hat.
Hätten Frauen es nicht verdient, etwas Eigenes zu bekommen? Die Mühe könnte man sich durchaus machen. Ist es wirklich so schwer, einen markanten, mitreißenden Charakter zu schaffen, der von Anfang an eine Frau ist?


Zuletzt geändert von Yeti am Di 18. Jul 2017, 19:53, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Doctor Who - allgemeine news
BeitragVerfasst: Di 18. Jul 2017, 19:51 
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Generell ja, aber bei Remakes, wie das hier bereits genannte Battlestar Galactica, natürlich nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Doctor Who - allgemeine news
BeitragVerfasst: Di 18. Jul 2017, 19:54 
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Ich muss sagen (auch wenn das jetzt ganz weit ab vom Thema geht), dass ich es auch nicht verstehe, warum man sämtliche (Zeichentrick)Kinderserien aus den 70ern und 80ern jetzt (schlecht!) animieren oder an gegenwärtige Trends anpassen muss. Kann man die nicht einfach als Dokumente ihrer Zeit in ihrem Stil belassen und sich für heute was Neues ausdenken?
Ich habe mir als Kind auch die alten Filme oder Cartoons aus den 50ern und 60ern angesehen und fand sie toll. Und Neues fand ich auch toll, und das war damals auch neu. Warum wird das jetzt alles umgebrezelt, warum nicht einfach die Mühe und die Arbeit in neue Projekte stecken? Gibt es keine Ideen mehr?

Die Fünf-Freunde-Gerogina in der neusten Zeichentrick-Interpretation als Tussizicke zu erleben, fand ich zum Beispiel voll daneben. Warum muss das sein?

Ich gewöhne mich so langsam an den Gedanken mit dem weiblichen Doctor. Es bleibt einem tatsächlich nichts anderes übrig, als es so hinzunehmen und einfach mal anzusehen.


Zuletzt geändert von Yeti am Di 18. Jul 2017, 19:59, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Doctor Who - allgemeine news
BeitragVerfasst: Di 18. Jul 2017, 19:58 
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Ich denke mal, aus dem gleichen Grund, warum Fanfictions geschrieben werden. Weil es da eine geile Geschichte gibt und irgendjemand sie gerne etwas anders erzählen möchte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Doctor Who - allgemeine news
BeitragVerfasst: Di 18. Jul 2017, 20:04 
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Gerade auf Tumblr gefunden (offenbar ist es keineswegs so, dass alle Mädchen problemlos in Jungs-Rollen schlüpfen "dürfen")

Zitat:
When I was a little girl on the playground in primary school, I was told that if I wanted to play ‘Doctor Who’ I would have to be Rose, the companion.

I would sit and watch the boy with the sonic screwdriver pretend to be my biggest hero as a child and I couldn’t play because I wanted to be The Doctor and “The Doctor is a boy!”.

I liked Rose, but she wasn’t The Doctor.

Jodie Whittaker was announced as the 13th Doctor two days ago and every time I see her face as The Doctor I get this fluttery, buzzing feeling. I am beyond happy.

I can feel my younger self jumping for joy and running away from make-believe Daleks with a sonic screwdriver on the playground with a massive grin on my face.

Just the thought of all the little girls that love Doctor Who now, feeling what I’m feeling makes me overwhelmed with happiness. Girls won’t be told they can’t be the Doctor by the boy with the sonic screwdriver anymore. They won’t be forced to be Rose like I was and that makes me want to cry from joy ❤️

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 Betreff des Beitrags: Re: Doctor Who - allgemeine news
BeitragVerfasst: Di 18. Jul 2017, 21:08 
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Das ist sicher immer noch so, aber jetzt auf einmal ne Frau draus zu machen löst das Problem imo nicht, im Gegenteil. Jetzt, wos ne Frau ist, "darf" ein Mädchen endlich so sein wollen wie ihr Idol?
Anscheinend gibt es da noch ganz viel Nachholbedarf sowohl bei Jungen als auch bei Mädchen. Es sollte absolut ok und selbstverständlich sein sich als Mädchen an einem Mann zu orientieren, ganz egal wie typisch männlich oder nerdig er dargestellt wird. (Andersrum genauso.) Der muß nicht erst gegen eine Frau getauscht werden, damit das ok ist. Ganz ehrlich, ich denke das läuft der ganzen Grundidee absolut zuwider. Es wird immer noch auf dem Unterschied rumgeritten, nur jetzt langsam ins andere Extrem. Anstatt mal in die Köpfe zu bekommen dass es um den Menschen geht, um das was er/sie/es verkörpert, und nicht um das Geschlecht.

e: Und wenn sich ein Mädchen als Dr. verkleided und ein Junge als Janeway, dann sollte das auch ok sein. Und wie schon gesagt, einfach mal das Geschlecht zu tauschen löst das grundlegende Problem nicht, dass die Leute mal begreifen sollten, dass das kein Grund ist, jemanden auszulachen oder zu sagen: Ne, geht nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Doctor Who - allgemeine news
BeitragVerfasst: Di 18. Jul 2017, 23:26 
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Ich denke auch, dass die grundsätzliche Absicht eine gute ist ... Aber gute Absichten und der Weg zur Hölle und so ... ;)
Ja, wir brauchen stärke, weibliche Rollen(vor)bilder. Aber die Methode ist einfach verkehrt.
Mir ist schon klar, was hier abläuft: Die Macher haben eingesehen, dass Gleichberechtigung Not tut. Nur haben sie Gleichberechtigung bis heute immer noch nicht verstanden. *seufz* Und das wird leider auch noch eine Weile so bleiben, fürchte ich. Also mehr gekaperte Männerrollen in überflüssigen Remakes ... und eben gekaperte Timelords.


Dabei ist doch gerade Doctor Who eh mit guten, starken Frauenrollen gesegnet: Was hätte der Doctor ohne Rose, Martha und Donna gemacht? River, ich mag sie nicht besonders, aber ich werde den Teufel tun, und ihr ihre Stärke absprechen! (Missy hingegen fand ich lustigerweise immer extrem schwach.) Amy hat mich meistens genervt, aber schwach war sie nicht. Clara ... die war dann schon fast zu viel des guten. Ich erinnere mich an einige "Doctor Clara"-Kommentare hier...

Und das ist übrigens keine neue Entwicklung. Ich habe vor zwei Monaten einen rewatch der Classic-Folgen gestartet, und was fand ich? Susan ist zwar eine Trantüte, die außer kreischen und verzweifelt nach Hilfe rufen nicht viel kann, aber wen ruft sie bevorzugt zu Hilfe? Barbara. Und Barbara kommt und steht ihre Frau. Barbara nimmt es mit Kaiser Nero auf, mit den Azteken, stellt sich gegen den Doktor und verfolgt ihre eigenen Vorstellungen und Ideen. Klar, sie kreischt auch mal, wenn ihr die Daleks auf die Pelle rücken, aber sie versohlt ihnen danach gepflegt den Blecharsch. Und das 1963, Leute.

Und da hört es nicht auf: Eine meiner Lieblingscopanions (vom dritten Doctor) ist Liz. Sie ist Wissenschaftlerin, steht mit dem Doktor auf gleicher Stufe, lässt sich von seinem schlaugen Gerede nicht einschüchtern, weil sie versteht, was er sagt ... naja, zumindest meistens... :tongue:

Leela (vierter Doctor) ist zwar mehr eine Kreuzung aus wandelnder Männerfantasie und Urmenschen-Parodie, aber sie ist nicht des Doctors Schoßhündchen. Bei mehr als einer Gelegenheit ist der Doctor nicht nur auf ihre Hilfe angewiesen, sondern fragt sie sogar explizit danach.

Die bereits erwähnte Romana (in beiden Versionen), war mit dem Doktor auf Augenhöhe - und zwar noch mehr als Liz, immerhin ist sie eine Timelady und hatte Zugang zu der gleichen Ausbildung wie er.

Sarah Jane, nicht von ungefähr auch nach Jahren immer noch eine der bekanntesten und beliebtesten Companions. Sie hatte ihre Karriere und hat sich nicht darauf verlassen, dass der Doctor es schon richten wird...

Tegan (fünfter Doctor) ist ist zwar Stewardess, was zugegeben immer noch einigermaßen sexistisch ist, aber das hält sie nicht davon ab, dem Doktor immer wieder mal Feuer unterm Hintern zu machen, weil er es immer noch nicht geschafft hat, sie wieder in ihre Heimatzeit zurückzubringen.

Der sechste Doctor war leider mit Peri geschlagen, die mehr durch Dekollete beeindrucken durfte (musste) als sonst was.

Ace (siebter Doctor) trägt mit Vorliebe explosives Material in ihrem Rucksack durch die Gegend ... Auch nicht grad Hausmütterchenmaterial ...

(Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass der 2. Doctor fehlt ... aber von dem sind so viele Folgen verloren gegangen, leider ...)


Also eine lange Tradition starker Frauenrollen. Mit einer Doktorin wird das irgendwie nachträglich kaputt gemacht, denn es war anscheinend nicht gut genug. Erst wenn der Held zur Heldin wird, haben wir wahre Gleichberechtigung erreicht. Ohne zu kapieren, wie heldenhaft diese Frauen bereits gewesen sind. :bescheuert



Sorry for the long rant. Here, have a banana. Bananas are good. :9banana

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 Betreff des Beitrags: Re: Doctor Who - allgemeine news
BeitragVerfasst: So 23. Jul 2017, 18:54 
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Ich habe keine weibliche Doctor gebraucht.
Aber nach dem was ich in den letzten Tagen online gelesen habe (anderswo und hier), bin ich vollständig im PRO-Lager.
Es ist ein bitter nötiges Experiment - Zitate wie das von Satia sind mir echt nah gegangen. Mädchen UND Jungen haben es verdient, die Rolle in beiden Geschlechtern interpretiert zu sehen. Und ich bin gespannt darauf, meine eigenen Erwartungen und Vorurteile herausgefordert zu sehen.
Klar wird sich die Dynamik verändern, aber das geschieht mit jeder neuen Besetzung.
(Die Who-Kids waren übrigens auch sehr überrascht, haben das aber wesentlich gelassener weggesteckt als der Rest von uns hier)

Scottys Sorge einer durchlaufenden Handlung ohne abgeschlossene Einzelfolgen teile ich (und da mir "Broadchurch" rein gar nicht gefallen hat, bin ich doppelt nervös). Aber ein writing room mit vielen Kreativen im Simultanaustausch ist eine prima Idee, die man schon unter Moffat mal hätte probieren können.
Und die Macher wissen, es ist eine Familienserie, bei der auch die Kurzen mitkommen sollen. Daher gehe ich stark davon aus, dass die fortlaufende Handlung nicht die Komplexität von "Lost" oder "Game of Thrones" erreichen wird. ;)
Könnte mir beispielsweise ganz gut eine Art "Schnitzeljagd durch Raum und Zeit" vorstellen, bei der Doctor und Begleiter gegen Kontrahenten ein gemeinsames Ziel erreichen müssen und jede Woche ein neues Teil des Puzzles erringen. Dann wären Mini-Handlungen in Einzel- oder Doppelfolgenformat rund, aber es gäbe eine fortlaufende Rahmenhandlung statts die bisher üblichen Teaserdetails.

Kurzum: Trotz drastischer Veränderungen denke ich nicht, dass sie Macher das Flagschiff der BBC versenken werden. Schauen wir mal, was sie draus machen.

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River: "Does sarcasm help?" Doctor: "It would be a great universe if it did."


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 Betreff des Beitrags: Re: Doctor Who - allgemeine news
BeitragVerfasst: So 23. Jul 2017, 19:13 
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Yeti hat geschrieben:
Aber ist es wirklich schmeichelhaft, alte männliche Rollen neu mit Frauen zu besetzen? Damit wird meistens doch nur etwas aufgewärmt, das hinterher nicht die Power des Originals hat.
Hätten Frauen es nicht verdient, etwas Eigenes zu bekommen? Die Mühe könnte man sich durchaus machen. Ist es wirklich so schwer, einen markanten, mitreißenden Charakter zu schaffen, der von Anfang an eine Frau ist?


Ja, und die kommen ja auch. Aber überaus laaangsaaaaaaam. Wir kennen alle die Statistiken zum Bechdel-Tests und Besetzungsungleichgewicht in der aktuellen Filmlandschaft. Da sind wir kaum weiter als vor 20 Jahren. Und ich kanns verstehen, wie satt die heranwachsene Frauengeneration das hat.

Bei mir hat das Shakespeare-Theater dazu beigetragen, die Haltung zu verändern. Da ist ja quasi jede neue Inszenierung ein "Remake". Die aktuellen bedienen sich oft öfters des Gender-Switchings. Und meistens funktioniert das prima. Die Rolle und damit auch ihr Zusammenspiel mit anderen kriegt einen leicht anderen Drall, aber nie weniger spannend. Ich möchte es auch nicht immer haben, aber finde es erfrischend.
Helen Mirren als Prospero fand ich z.b. prima. Die Verfilmung krankt an anderer Stelle, aber ihr Part war imho absolut spitze!

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 Betreff des Beitrags: Re: Doctor Who - allgemeine news
BeitragVerfasst: Mo 24. Jul 2017, 04:59 
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Wie schön, dass sich hier reihenweise Leute ihre Meinung ausreden lassen.

So bekommen wir nie die echten starken Frauenrollen. Weil offenbar reicht's ja, Männerrollen zu kapern. Anfangs findet man's vielleicht nicht so toll, aber ... wird schon werden.

Echt mal, zeigt backbone.

So, und jetzt Hate-Mails los. Danke.

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 Betreff des Beitrags: Re: Doctor Who - allgemeine news
BeitragVerfasst: Mo 24. Jul 2017, 08:39 
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Registriert: Mi 13. Jul 2011, 17:56
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Och Männo, jetzt habe ich so hart daran gearbeitet drüber wegzukommen und damit zu leben, jetzt konfrontierst du mich schon wieder mit der knallharten Realität!
Und das, wo doch rundherum alles so schön gemalt wird, in den Berichterstattungen und negative Gefühle eher unter "ferner liefen" und "go home, Miesmacher" laufen.
Ich hätte es fast geschafft, es gut zu finden, und jetzt du!

Die Sache ist halt die: Die Entscheidung ist gefallen und nicht mehr rückgängig zu machen. Aller Gram hilft nichts. Die werden die Staffel auch komplett drehen, nicht wie die Amis, bei denen schnell mal jemand über den Jordan geschickt wird, der unangenehm auffällt, von einer Folge zur nächsten.

Ich lese von Leuten, die sich nie für Doctor Who interessiert haben, aber jetzt, wo er eine Frau ist, wollen sie unbedingt dabei sein. Und ich denke mir, wenn sie es vorher nicht kannten, wie können sie dann mitreden und sich ein Urteil erlauben?
Gleicht sich das aus, wenn dadurch alte Fans wegbrechen, wenn diese neuen dazukommen, und reicht die Menge derer, die dem positiv oder gleichgültig entgegen stehen, aus, um die Einschaltquoten zu halten?

Ich bin immer noch nicht glücklich damit, ich bin auch immer noch nicht glücklich mit der Wahl der Schauspielerin. Ich verstehe es (noch?) nicht, wie man auf sie kommen konnte, wenn man an den Doctor denkt, und kann nur hoffen, dass Chris Chibnall irgendwas über sie weiß, was wir nicht wissen. Dass er z.B. in den Drehpausen hemmungslos mit ihr herumgealbert hat und sich dachte: Mann, ist das privat eine lustige und durchgeknallte Person, warum spielt die immer so ernste und brave Rollen, die sollte mal sowas wie den Doctor spielen, weil erst dann ihr volles Potenzial zum Vorschein kommt. Kann ja sein.

Auch sein neues Konzept wird voll von der Umsetzung abhängen. Es besteht noch die Chance, dass er nicht nur alles neu, sondern auch besser macht. Er könnte einen Storybogen und einen 12teiler schaffen, der mich voll überzeugt. Vielleicht ist das ja genau der Stil, den ich sonst in den Einzelfolgen geliebt habe. Dann werde ich zufrieden und glücklich sein. Fraglich ist nur, ob die gesamte Who-Gemeinde das auch so sieht, denn wie schon gesagt gingen die Meinungen über die einzelnen Folgen sehr weit auseinander und nur die Mischung sorgte dafür, dass am Ende alle zufrieden waren.

Der Compagnion ist auch noch so eine Sache. Wenigstens da wünsche ich mir einen Mann oder irgendeinen abgedrehten Alien, damit es keine reine Mädels-Sache wird. Ist der Compagnion allerdings zu stark und zu überzeugend, stiehlt er dem Doctor ggf die Show und können wir uns das mit der starken weiblichen Führungsrolle in die Haare schmieren. Einen Langweiler braucht man aber auch nicht. Ich bin gespannt, wer und wie er/sie/es sein wird.

Kurz: Ich hoffe auf viele positive Überraschungen und ich lasse mich vom Endprodukt gerne überzeugen, aber bis dahin werde ich mir Sorgen machen. Auf der ganzen Sache prangt der Stempel "Risiko". Das kann innovativ und kreativ werden und alle in Staunen versetzen, das kann aber auch völlig ins Auge gehen.

Wichtig ist, dass die Einschaltquoten und langjährigen Fans bleiben, weil es sonst der Serie sehr schaden wird.
Ich kann nur hoffen, dass es nicht allzu schlimm wird, vielleicht sogar gut. Vielleicht sogar total lustig.
Und wenn es schlecht wird, hoffe ich, dass alte Fans genug Durchhaltevermögen haben, es auszusitzen und dass die BBC es als Fehlentscheidung ansieht, die man in der nächsten Staffel wiedergutmachen kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: Doctor Who - allgemeine news
BeitragVerfasst: Mo 24. Jul 2017, 11:17 
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Naja, ich sehe es so: Timelady in Tardis mit Companion und Abenteuern ... kann man machen. Ist halt nur nicht Doctor Who ... Kann gut sein, kann sogar phantastisch sein .... Aber es ist nicht Doctor Who.

Hätten sie das als Spin-off gebracht ... das hätte mich glatt interessiert, darauf hätt ich mich gerne eingelassen. Aber so... Das ist einfach nicht mehr Doctor Who, und niemand wird mich von etwas anderem überzeugen können. Für mich ist die Serie damit wenigstens auf Urlaub gegangen, wenn nicht einfach zu Ende. - Das hängt dann ganz davon ab, was die BBC im Weiteren mit der Serie anstellt.

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